Geschichte der Gesellschaft für Musiktheater

Die Gesellschaft für Musiktheater wurde 1958 in Wien gegründet und kann mit Ende des Jahres 2006 bereits auf 4082 Veranstaltungen zurückblicken. Erstes Ziel ihrer Gründer, unter ihnen Lillian Barylli-Fayer, Gerhard Bronner, Friedrich Cerha, Rosalia Chladek, Iván Eröd, Karl-Heinz Füssl, Karl Garzarolli-Turnlackh, Josef Gielen, Michael Gielen, Lisl Hatina, Josef Mertin, Federick Mirdita, Josef Pechotsch, Peter Ronnefeld, Hans Sittner, Rudolf Thomasberger, Herbert Vogg, Friedrich Wildgans, Otto J. M. Zykan und nicht zuletzt sowohl ihr erster Präsident Karl Schiske als auch der derzeitige Präsident Franz Eugen Dostal (seit 1965), war die Aufführung sowohl barocker als auch zeitgenössischer Werke des Musiktheaters. Dem wurde bereits in den Anfangsjahren mit Inszenierungen im Wiener Belvedere-Park ("Dafne" von Antonio Caldara) und im Neuen Theater am Kärntnertor in Wien (50 Aufführungen von Georg Philipp Telemanns "Pimpinone" sowie Uraufführungen der ersten Opern von Iván Eröd, Ingomar Grünauer und István Zelenka) sowie auf Gastspielen am Tiroler Landestheater Innsbruck und am Stadttheater Klagenfurt entsprochen. Ihren bisherigen Höhepunkt fand diese Entwicklung zwischen 1977 und 1993 in den SPECTACVLVM-Festspielen im Alten Wiener Universitätsviertel, die nicht nur eine Wiederentdeckung barocker Kirchenopern (unter anderem mit dem Bühnendebüt von Mariana Lipovsek in "Il lutto dell'universo" von Kaiser Leopold I.), sondern auch eine Reihe von Uraufführungen zeitgenössischer Kirchenballette brachten, in denen eine ganze Generation heutiger Solisten des Wiener Staatsopernballetts ihre ersten Hauptrollen tanzten. Seit 1974 widmet sich die Gesellschaft auch der Ausbildung von Ballettpädagogen, die nunmehr in dem seit 1983 gegründeten Ballettzentrum Wolfsegg am Hausruck in Oberösterreich konzentriert ist. Ausstellungen (unter anderem im Wiener Künstlerhaus und im Theatermuseum der Mailänder Scala), Vorträge, Künstlergespräche, Audio- und Video-Vorführungen von Opern und Balletten sowiemehr als tausend Konzerte im gesellschaftseigenen Konzertsaal im Wiener Palais Khevenhüller ergänzen das Veranstaltungsprogramm der Gesellschaft für Musiktheater, die darüber hinaus Österreich im Musiktheater- sowie im Tanz-Komitee des Internationalen Theaterinstituts der UNESCO vertritt. Von den Publikationen seien zumindest die Grundlagenforschung "Oper im Fernsehen" von Helga Bertz-Dostal (2 Bände, 1970/71) sowie "Das musikdramatische Werk" von Ernst Krenek (1974ff.) erwähnt.

 

Ehrenmitglieder

Leonard Bernstein (t), Prof. Dr. Karl Böhm (t), Dr. Horst Bosch (t),

Prof. DDr.h.c. Walter Felsenstein (t), Univ.Prof. Dr. Dr.h.c. Heinz Kindermann (t), Prof. Otto F. Mack (t)

Dipl.Br.Ing. Dr.arg.h.c. Manfred Mautner Markhof (t), Prof. Oprea Petrescu (t),

Prof. Dr. Dr.h.c. Marcel Prawy (t),

Prof. Juri Grigorowitsch, Jolantha Seyfried, Prof. Dr. Karol Tóth, Hans Wewerka

 

Fördernde Mitglieder:

Der Spezialist für´s Klavier Reinhard Köhler (Erpersdorf)

Dramaturgische Gesellschaft e. V. (Berlin)

Internationale Richard-Strauss-Gesellschaft

Kiwaqnisclub Wien - Europa I

Pro Pecunia Ges.m.b.H (Klosterneuburg-Weidling)

Verein der Salzburger in Wien

Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft