Die Gesellschaft für Musiktheater

wurde 1958 in Wien gegründet und kann trotz coronabedingter insgesamt rund einjähriger Unterbrechungen ihrer Veranstaltungs-Tätigkeit auf mehr als 7.600 Veranstaltungen zurückblicken. Erstes Ziel ihrer Gründer (darunter  Gerhard Bronner, Friedrich Cerha, Rosalia Chladek, Franz Eugen Dostal, Iván Eröd, Lillian Fayer, Karl-Heinz Füssl, Karl Garzarolli-Turnlackh,  Michael, Helga und Rose Gielen, Lisl Hatina, Clemens Höslinger, Josef Mertin, Federick Mirdita, Josef Pechotsch, Marcel Prawy, Wilhelm Rohm, Peter Ronnefeld, Karl Schiske, Hans Sittner, Kurt und Rudolf Thomasberger, Günter Templ, Herbert Vogg, Friedrich Wildgans, Otto J. M. Zykan) war sowohl die Aufführung barocker als auch zeitgenössischer Opern. Dem wurde bereits in den Anfangsjahren mit Inszenierungen im Wiener Belvedere-Park (Dafne von Antonio Caldara) und im Neuen Theater am Kärntnertor, dem späteren Spielort der Wiener Staatsoper „in der Walfischgasse“ mit 50 Aufführungen von Georg Philipp Telemanns Pimpinone sowie mit Uraufführungen der ersten Bühnenwerke von Iván Eröd, Ingomar Grünauer und István Zelenka und darüber hinaus mit  Gastspielen am Tiroler Landestheater Innsbruck und am Stadttheater Klagenfurt entsprochen. Ihren Höhepunkt fand diese Entwicklung in den Jahren 1977 bis 1993 in den SPECTACVLVM-Festspielen im Alten Wiener Universitätsviertel (1989 auch im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek mit Il pomo d’oro von Antonio Cesti, Kaiser Leopold I. und Johann Heinrich Schmelzer), die nicht nur eine Wiederentdeckung barocker Kirchenopern (u. a. mit dem Bühnendebüt von Mariana Lipovšek in Il lutto dell'universo von Kaiser Leopold I.), sondern auch eine Reihe von Uraufführungen zeitgenössischer Kirchenballette brachten, in denen eine ganze Generation späterer Solistinnen und Solisten des Wiener Staatsopernballetts ihre ersten Hauptrollen tanzten. Seither verlagerte sich der Schwerpunkt unserer Tätigkeit zunehmend auf inzwischen mehr als 4.000 Konzerte und Liederabende. Die Gesellschaft hatte seit 1964/65 entscheidenden Anteil an der Etablierung regelmäßiger Einführungs-Vorträge zu den Premièren der Wiener Staatsoper. Seit  1974 widmete sie sich auch der Ausbildung von Ballettpädagogen (von 1983 bis 2012 im von ihr gegründeten Ballettzentrum Wolfsegg). 186   Ausstellungen (u. a. im Wiener Künstlerhaus und im Theatermuseum der Mailänder Scala), Vorträge, Künstlergespräche, Audio- und über 800 Video-Vorführungen von Opern und Balletten ergänzten das Veranstaltungs-Programm. Darüber hinaus vertritt die Gesellschaft Österreich im Musiktheater- und im Tanz-Komitee des Internationalen Theaterinstituts der UNESCO (iTi). Von den Publikationen seien zumindest die Grundlagenforschung Oper im Fernsehen von Helga Bertz-Dostal (2 Bände, 1970/71), Die Seidenraupen und andere Theaterstücke für Musik von Richard Bletschacher (1973), Das musikdramatische Werk von Ernst Krenek (3 Bände, 1974ff.) sowie Opern-Uraufführungen deutscher, österreichischer und Schweizer Komponisten von Clemens M. Gruber (3 Bände, 1978ff.) erwähnt. 

 

Ehrenmitglieder

Leonard Bernstein (†), Prof. Dr. Karl Böhm (†), Dr. Horst Bosch (†), Lillian Fayer (†),

Prof. DDr.h.c. Walter Felsenstein (†), Mag. Lisl Hatina (†),

Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Heinz Kindermann (†),

 Prof. Otto F. Mack (†), Dipl.-Br.-Ing. Dr. agr. h.c. Manfred Mautner Markhof (†),

 Prof. Karl Musil (†), Prof. Oprea Petrescu (†),

Prof. Dr. Dr. h.c. Marcel Prawy (†), Prof. Dr. Karol Tóth (†),

Prof. Dr. Herbert Vogg  (†), Hans Wewerka (†)

Helga Erhold, Prof. Juri Grigorowitsch, Dr. Hans Peter Haselsteiner,

Univ.-Prof. Dr. Sigismund Huck, Ing. Klaus Lukesch, Dr. Josef Pühringer,

Jolantha Seyfried

 

Fördernde Mitglieder

Dramaturgische Gesellschaft e. V. (Berlin)

Kiwanisclub Wien - Europa I

Klaviermacher Michael Ungersböck (Wien)

Lions Club Wien Marc Aurel

Fran Eve Wright (Wien)