Presseinformation

 

Es ist bald Ende April 07. Das Serapions Ensemble im Odeon hat bis zum heutigen Tag keine Informationen und keine Zusagen über die Förderung und deren Höhe für die Zeit ab Juli 07.

 

Wir haben  im April 2004 ein Konzept und eine Kalkulation termingerecht eingereicht. Seither hatten wir nur eine „Zwischenlösung“ bis Ende Juni 2007 gewährt bekommen. Eine Entscheidung über eine weitere Förderung wurde bis heute nicht getroffen.

 

Als Begründung wird immer wieder dem Odeon der schwarze Peter zugeschoben, indem man längst Erledigtes in falscher Weise in der Öffentlichkeit verbreitet.

 

Es wird mit uns nicht gesprochen. Fast alle Positionen der Stadt erfahren wir über die Medien.

 

Die in den Medien wiederholt völlig verdreht kolportierte vereinsinterne Regelung über eine Einlage in den Verein sollte  verhindern, dass die beiden Gründer des Odeon bei einer Auflösung des Vereins leer ausgehen, obwohl sie durch ihren Verzicht die Errichtung des Odeon erst ermöglicht haben.

 

Der Verein wird in der Öffentlichkeit immer wieder in kreditschädigender Weise als verschuldet hingestellt, obwohl den Medien gegenüber wiederholt erklärt wurde, dass das nicht zutrifft.

Der Ruf des Odeon und dessen Leiter ist durch diese Vorgänge massiv beschädigt.

 

Nunmehr haben Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits auf diese Rückzahlungsregelung im Falle einer Zusage einer weiteren Förderung bedingungslos verzichtet, weil das lebende Theater und die Existenz der 20 Mitarbeiter absolute Priorität haben. 

 

Trotz dieses Verzichtes hat die Stadt, die neuerdings behauptet, dass die obgenannte Regelung das einzige Hindernis für ihre Entscheidung ist, das Ansuchen  des Odeon bei der Kulturausschuss-Sitzung am 17.4.07 nicht behandelt. Alle Hinweise auf weitere Prüfungen sind falsch. Es wird nichts mehr geprüft.

Senatsrat Mag. Stöphl hat uns nach verhandlungsfreien 3 Jahren nunmehr jede weitere Verhandlungsebene aufgekündigt und will nur noch schriftlich mit uns verkehren. Man will Zeit verstreichen lassen.

 

Das bedeutet für das Odeon, dass es weder den Herbst planen kann, noch mit dem Bund in Verhandlung treten kann, weil dafür eine Entscheidung der Stadt Voraussetzung ist.

Auch die aktuelle Finanzierung des chronisch unterdotierten Betriebs ist damit gefährdet.

 

Die nächste Sitzung des Kulturausschusses ist am 8. Mai. Die Tagesordnung wird am 24. April erstellt. Es gibt keine Anzeichen, dass die Stadt  bis dahin eine Entscheidung treffen wird.

Warum verhält man sich so? In wessen Interesse?

 

In einer Zeitungsnotiz in der Wiener Zeitung vom 18.4. wird ein Kommentar des Kulturamts wiedergegeben, in dem behauptet wird, wir hätten eine Forderung an die Stadt Wien gestellt. Das ist unwahr und deutet darauf hin, dass die Stadt Wien die Absicht hat, sich des Odeon zu bemächtigen, denn unsere Einlage wäre als Rückzahlung ja nur dann fällig gewesen, wenn jemand anderer das Vermögen des Vereins übernimmt oder der Verein aufgelöst wird. Alle Beteuerungen, das Serapions Theater im Odeon weiterhin fördern zu wollen, sind aus dieser Perspektive fragwürdig.

 

Wir möchten gerne in einer Demokratie leben. Sie auch?

Wenn ja, dann unterstützen Sie uns bitte, so gut Ihnen das möglich ist in unserem Ringen um kommunale Redlichkeit und den weiteren Bestand des Serapions Theaters im Odeon.

 

 

Das Odeon

 

Theaterverein Odeon
Serapions Theater
Taborstraße 10
A- 1020 Wien
Tel. 0043/1/216 51 27
Fax 0043/1/216 51 27- 22
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odeon@odeon-theater.at
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