Fokus Künstler
vortrag mit musikbeispielen
Mag. Nicole Walther
MUSIKALISCHE DIVERSIFIKATION IM FILM "SOME LIKE IT HOT"
Die Relation zwischen Backgroundkenntnissen und der Applikation von Filmmusk
Termin:
Donnerstag, 22. november 2018, 19 Uhr
in
den Räumen der Gesellschaft für Musiktheater
1090, Türkenstraße 19/Lift
Nicole Walther
Die Referentin studierte nach dem
Abschuss des Musikgymnasiums Klagenfurt/Viktring Musikwissenschaft
sowie Theater-, Film und Medienwissenschaften an der Universität Wien
und schloss ihr Studium 2008 mit Auszeichnung ab. In den vier Jahren,
die sie in Rom verbrachte, beschäftigte sie sich mit Regie, Licht und
Improvisationstheaterformen. Sie lernte u.a bei Fabrizio Crisafulli.
Sie ist Fachtrainerin nach ISO-Norm 17024 für Kommunikation,
Wirtschaft und Berufsorientierung; Diplomierte Bildungsmanagerin; Vocal
Coach; Leiterin von Kunst- und Kulturprojekten. Nicole Walther
ist als Regisseurin, Performerin, Trainerin und Moderatorin
tätig. Als Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Musiktheater und
Präsidentin des Vereins "Art Diversity" engagiert sie sich für die
Vielfalt künstlerischen Schaffens und die Verbindungen verschiedener
Kunstrichtungen.
Im
Vorfeld zu ihrem Vortag über die Musik des Films "Some like it Hot" mit
Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis richtet Nicole Walther folgende
Worte an ihr Publikum:
"Ich freue mich auf einen schönen Abend
mit Ihnen, der uns in die 20er/50er-Jahre in die USA bringt und neben
dem Hauptthema Filmmusik die Begebenheiten der Zeit sowie die
Filmindustrie Hollywoods beleuchtet.
"Some
like it Hot" ist ein Film mit seiner eigenen Entstehungsgeschichte
innerhalb eines determinierten Produktions-, Distributions- und
Exhibitionssystems, scilicet jenes der Filmindustrie Hollywoods.
Zusätzlich zu diesem Phänomen bietet der Film ein breites Feld an
Backgroundgeschehnissen und -informationen, die für eine Analyse der
Filmvertonung bedacht werden müssen. Bei der Musikanalyse muss zunächst
zwischen On- und Off-Screen-Musik differenziert werden. Der Bereich der
Off-Screen-Musik dient zur Situations- und Charakterdarstellung. Die
Deskriptionsmusik aus dem Off unterstreicht Dialoge und erklärt
visuelles Geschehen, unter anderem in der Form, dass Geräusche
musikalisch nachgeahmt werden und somit verdoppelt auf die Rezipienten
/ Rezipientinnen wirken.
Bei der On-Screen-Musik prädominieren die Songs.
Im
Film "Some like it Hot" soll eine determinierte Zeit, die 1920er Jahre,
auf sämtlichen Ebenen, und dabei auch auf der musikalischen, angedeutet
werden. Der Film selbst stammt aus dem Jahr 1959. Im Zuge dessen fällt
auf, dass bei jedem Rückblick in die Vergangenheit das Augenmerk auf
der Herstellung von Zeitbezügen liegt. Jazz ist dabei ein relevantes
Schlagwort. Die Imitation von Jazzelementen diverser Stile nimmt eine
zentrale Stellung in der Filmvertonung ein. Der Darstellungsgesang von
Marylin Monroe, wie ich ihren Gesangsstil in diesem Film bezeichne, tritt
gleichermaßen in den Vordergrund. Ebenso bedeutungsvoll erweist sich
das repetitive Moment, das die gesamte Musik des Films erfasst.
Näheres
wird am 22. November 2018 in der Gesellschaft für Musiktheater auf
praktische Weise dargebracht. Ich freue mich auf Ihr Kommen!
Und: Sie wissen ja: "Nobody is perfect!" - Schlusszitat aus dem Film "Some like it Hot".