Werkstätte Theaterdramaturgie
Geboren in Enns/Oberöstereich,
promovierte Theaterwissenschaftlerin. Erste Regiearbeiten und
Dramaturgien für Freie Gruppen in Wien. Gründerin der Theatergruppe
off-burg. Gastdramaturgin u.a. am Schauspielhaus Zürich und bei den
Bregenzer Festspielen. 1993-99 Dramaturgin am Theter in der Josefstadt
Wien. 2000 Mitbegründerin des Theatersommers Haag/Niederösterreich.
1999-2011 Chefdramaturgin am Tiroler Landestheater in Innsbruck, hier
auch Regietätigkeit. Ab 2011 Dramaturgin, 2014/15 Chefdramaturgin am
Volkstheater Wien. Derzeit als freie Dramaturgin u.a. am Theater in der
Josefstadt, THEO Perchtoldsdorf, Theaterspektakel Wilhering.
Autorin mehrerer Schauspiel-Revuen und
Bühnenfassungen, ein Opernlibretto. Seit 2004 Lektorin an der
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Beirats- und und
Jurorentätigkeit.
Inhalt
Praxisorientierte Ausbildung zur Dramaturgin/zum Dramaturgen mit Schwerpunkt Sprechtheater.
Dramaturgie ist der wissenschaftstheoretische Hintergrund des Theaters
und auch anderer darstellerischer Prozesse, der vorwiegend in der
Praxis zu erlernen ist. Neben den faktisch vermittelbaren Grundbegriffen fußt vieles auf
Erfahrung und einem professionellen Sensorium, das gerne als
"Insiderwissen" nicht preisgegeben wird, da es sich dabei um das
künstlerische und geistige Potential des jeweiligen Dramaturgen handelt.
Die Chancen im härter werdenden Konkurrenzkampf werden kleiner. Nur
bestausgebildete Bewerberinnen und Bewerber haben die Möglichkeit eines ernstzunehmenden
Anstellungsverfahrens. Absolventinnen und Absolventen dieses dreisemestrigen Lehrgangs sollen mit soliden
Fachkenntnissen und starkem Praxisbezug die besten Voraussetzungen
haben, den Einstieg in die Berufswelt zu schaffen.
Zusätzlich bietet der Lehrgang auch ein Netzwerk an, um Personen aus
der Theaterwelt persönlich kennen zu lernen und Kontakte für die
Zukunft zu ermöglichen. Der erfolgreiche
Abschluss des 3-semestrigen Lehrgangs kann keine Garantie für ein
Engagement sein, aber die Chancen am Arbeitsmarkt enorm erhöhen.
Zielgruppe
Alle
Interessenten/Interessentinnen praktischer Arbeit am Theater und
dramaturgischer Analyse. Studierende, Absolventen/Absolventinnen der
Theaterwissenschaft, der Germanistik und aller anderen theaterorientierten
Studienrichtungen; Autoren/Autorinnen.
Voraussetzung: Gute
Deutschkenntnisse, Lesebereitschaft und Kritikfähigkeit.
Ziele
Am Ende des
Lehrgangs sind dramaturgische "Codes" und Arbeitsschritte vertraut und
die Übernahme der dramaturgisch-beruflichen Verantwortung bei
Produktionen möglich.
Dauer und Abschluss
Dreimal 8-teiliges Praktikum à 4 Stunden über 3 Semester. Die
Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten bei Anwesenheit an mindestens 6
Terminen pro Semester eine Teilnahmebestätigung. Bei Erfüllung aller
Aufgabenstellungen kann eine Prüfung abgelegt werden. Bei einem
positiven Abschluss aller Semester erhalten die Absolventen und
Absolventinnen das Zertifikat Geprüfte/r Dramaturg/in.
Wintersemester 2018/19
Räume
Wir
untersuchen die verschiedenen Arbeitsbereiche, die unterschiedliche
Formen der dramaturgischen Arbeit bedingen. Ob Produktionsdramaturgie
in einem Repertoirebetrieb, Dramaturgie für ein Freies Ensemble oder
die Entwicklung eines Stückes als theatrale Feldforschung - die
Arbeitsschritte von DramaturgInnen können sich
wesentlich unterscheiden.
Auch kann die Dramaturgin/der Dramaturg als Produzentin/Produzent
auftreten - besonders in der Zusammenarbeit mit
einer Freien Gruppe - oder sie/er arbeitet für die
Printmedien.
Als
Abschlussrbeit des Semesters sollen die angehenden DramaturgInnenein
Programmheft zum Semesterstück inhaltlich zusammenstellen und gestalten.
Es wird ein Stück besprochen:
Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare
Änderungen und Ergänzungen vorbehalten
Montag, 22. Oktober 2018, 16-20 Uhr
- Dramaturgie: Ansätze zur Begriffserklärung
Die
historische
Entwicklung des Berufs der Dramaturgin/des Dramaturgen. Die
unterschiedlichen Formen der
dramaturgischen Praxis - Entwicklungsdramaturgie,
Produktionsdramaturgie etc. Dramaturgie als Denkfabrik. Wie entsteht
ein Spielplan? Der Unterschied von Repertoire- und En-Suite-Betrieb
- Dramaturgie im Musiktheater
Gastreferent: Dr. Arne Beeker
(Dramaturg, Produktionsleiter und Übersetzer am Musiktheater Linz)
Aufgabenstellung für den nächsten Termin
Lesen von
Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare
Samstag, 10. November 2018, 11-15 Uhr
- Marketing & Kommunikation
Gastreferentin: Mag.a Daniela Schildhammer
(Theaterwissenschaftlerin, Betriebswirtin)
An
kleinen Theatern und in der Freien Szene übernimmt die Dramaturgie
manchmals die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. An den großen Häusern
arbeitet sie mit dieser Abteilung eng zusammen. Wen interessiert
welcher Aspekt an einem Stück - Journalisten, Schulen, Abonennten etc.?
Welche Kommunikationsstrategien sollte man mitdenken?
Teamarbeit
Besprechung des Stückes
Ein SommernachtstraumAufgabenstellung für den nächsten Termin
Erstellen eines schriftlichen Votums zu
Ein Sommernachtstraum
Montag, 19. November 2018, 16-20 Uhr
Gastreferentin: Dr.in Petra Paterno
(Redakteurin im Feuilleton der Wiener Zeitung)
Kritik:
gefürchtet, geschätzt, gehasst. Ignoriert kann sie am Theater - trotz
gegenteiliger Versicherungen - nicht werden. Wie liest und schreibt man
Kritiken?
Teamarbeit
Besprechung der Voten
Aufgabenstellung für den nächsten Termin
Erstellen eines Textes für das Spielzeitheft
Samstag, 24. November 2018, 11-15 Uhr
"Das Programmheft ist die 'Visitenkarte' der Dramaturgie."
Aber
ist es überhaupt noch zeitgemäß? Was ist bei der Gestaltung eines
Programmheftes zu berücksichtigen? Inhaltliche, rechtliche, optische
und rein praktische Kriterien.
Teamarbeit
Besprechung der Kurztext
Aufgabenstellung für den nächsten Termin
Übersetzungsvergleich zu
Ein Sommernachtstraum
Samstag, 1. Dezember 2018, 11-15 Uhr
- "Theatrale Feldforschung"
Gastreferentin: Dipl.Päd. Constance Cauers
(Leitung Junges Volkstheater, Regisseurin)
Der
klassische Stückekanon hat ausgedient. Es gibt viele Wege, wie
Theaterproduktionen entstehen können. Eine davon ist die "Theatrale
Feldforschung", die in direkter Zusammenarbeit mit sogenannten
"ExpertInnen des Alltags" entsteht.
Teamarbeit
Besprechung der Übersetzungen
Aufgabenstellung für den nächsten Termin
Einstreichen einer Szene
von
Ein Sommernachtstraum
Montag, 3. Dezember2018, 16-20 Uhr
Gastreferent: Mag. Dr. Klaus-Christian Vögl
(Wirtschaftskammer Wien)
Das
Wissen um die gesetzlichen Voraussetzungen, um ein (Theater-)Produktion
veransstalten zu können, gehört zur dramaturgischen Grundausstattung.
Teamarbeit
Besprechung der Stiche
Aufgabenstellung für den nächsten Termin
Lesen der vorgegebenen Texte von Horvat
Samstag, 20. Mai 2017, 11-15 Uhr
- Zusammenstellung einer Lesung zu Horvat
Eine geliebte
Herausforderung für die Dramaturgie: Die Lesung. Wir wählen aus,
stellen zusammen, streichen, erproben...
Aufgabenstellung für den nächsten Termin
Erstellen eines Beiprogramms zu
Ein Sommernachtstraum
Montag, 7. Jänner 2019, 16-20 Uhr
- Theater für junges Publikum
Gastreferent: Stephan Rabl
(Theatermacher, ehemaliger Leiter des Dschungel Wien)
Wie
unterscheidet sich das Theater für ein junges Publikum vom Theater für
"Erwachsene"? Oder gibt es diese Unterschiede gar nicht? Welche
Entwicklungen kann man feststellen?
Teamarbeit
Besprechung der Beiprogramme
Aufgabenstellung für die mündliche Prüfung
Erstellen eines Programmheftes zum Semesterstück
Prüfung
Samstag, 26. Jänner 2019
iTi Internationales Theater Institut
Informationen / Anmeldung / Anmeldeformular
Internationales Theater Institut der UNESCO − Centrum Österreich
1090 Wien, Türkenstraße 19
Tel.: 01 319 47 00
Fax: 01 310 82 92
office@iti-arte.at
www.iti-arte.at
Kursgebühr für den dreisemestrigen Lehrgang: € 1.500,-
Bei Teilzahlung pro Semester: € 540,-
Prüfungstaxe pro Semester: € 115,-
Bankverbindung: ERSTE − BLZ 20111 − Kontonummer 00006802001
IBAN AT162011100006802001
BIC GIBAATWWXXX